Unsere Anlage - PC-Steuerung - Vitrine
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1. Grundgedanke

Worum geht es hier? Ich habe eine Möglichkeit gesucht meine Vitrinen  (Einzelvitrine 80cm lang)  an die Modellbahnanlage anzudocken und die Züge automatisch über ein Anschlußgleis auf- und abfahren zu lassen. Dabei soll das Steuerungsprogramm selbst erkennen um welche Vitrine/Zug es sich handelt und ob der Zug rein- oder rausfahren soll. Der Vorgang wird über einen einzigen Taster gesteuert. Nach einem Beitrag im WinDigipet-Forum, habe ich das ganze so gestaltet, das es auch als Steuerung eines
Fiddle-Yard genutzt werden kann. In meinem Beitrag geht es nicht um eine Bauanleitung für die Hardware, sondern um die Ansteuerung dieser.

 

2. Hardware

Vorraussetzung für mein Projekt sind entweder ein Fiddle-Yard oder einzelne Vitrinen, die dem Steuerungsprogramm über
RM-Kontakte mitteilen, welche Vitrine/Gleis an der Anlagen angedockt ist. Das ganze kann mit Reedkontakten und einem Magnet erfolgen. Ähnlich der Stellungsrückmeldung bei einer Drehscheibe. Desweitern ein RM-Kontakt der über einen Taster gesteuert wird. Dieser ist nur erforderlich, wenn das Fiddle-Yard bzw. die Vitrinen, räumlich zu weit entfernt vom Computer angeordnet sind. Somit kann das Ein- und Ausfahren vor Ort gestartet werden, ohne immer zum Coputer laufen zu müssen. Er kann aber auch im Gleisbild eingetragen werden und einen virtuellen Kontakt steuern.

 

3. Software

Das Projekt wurde mit mit Win-Digipet ProX.3 erstellt, kann aber auch mit einer früheren Version zusammenarbeiten. Wichtig ist nur, das der Stellwerkswärter und schaltbare virtuelle RM-Kontakte unterstützt werden.

 

4. Gleisbild

Das Gleisbild stammt aus dem Demoprojekt ‘Vitrine’ (Download siehe oben).

VitrineGleisbild

Die blauumrandeten Felder dienen nur der Information und können entfallen.

Im rotumrandeten Feld befinden sich die virtuelle Nachbildung des Tasters und der RM-Kontakte vom Fiddle-Yard/Vitrine. Diese sind hier nur eingetragen, um trotz fehlender Anlage alles in der Simulation testen zu können. Diese können  im fertigen Gleisbild ebenfalls entfallen.

Im grünumrandeten Feld befindet sich das eigentliche Gleisbild. Links ist das Zufahrtsgleis zur Anlage. Rechts sind 7 Gleise. Diese stellen das Fiddle-Yard bzw. die Vitrinen dar. In meinem Beispiel haben diese Abstellgleise nur einen RM-Kontakt. Somit haben die Fahrstraßen nur 2 RM-Kontakte (Start und Ziel). Natürlich sind aber mehrere möglich. Rechts und Links der Abstellgleise befinden sich virtuelle Schalter (Lampensymbole), die einen virtuellen RM-Kontakt betätigen (jedes Symbol einen eigenen Kontakt).

Diese virtuellen Kontakte sind im Fahrstraßeneditor bei den zugehörigen Fahrstraßen eingetragen, um den Zug automatisch zu starten (siehe Grafik). Diese Option muß in den Systemeinstellungen aktiviert werden.

Vitrine_FS_Editor

Jetzt werden die Fahrstraßen erstellt. Dies kann aber nicht mit dem Assistenten gemacht werden, da hier eine Weichenstraße fehlt. Auch Sprungmarken bringen hier nichts, da eine eindeutige Zuordnung der Abstellgleise zum Ausfahrtsgleis nicht möglich ist. Also ist hier Handarbeit angesagt, was aber auf Grund der kurzen Fahrstraßen kein Problem ist.

Aus den fertigen Fahrstraßen werden Profile mit Lok-ID0 erzeugt. Bei den Profilen, die für die Einfahrt in das Fiddle-Yard/Vitrine zuständig sind, muß am Ende ein Fahrtrichtungswechsel erfolgen, damit der Zug beim ausfahren gleich die richtige Fahrtrichtung hat.

 

5. Steuerung durch den Stellwerkswärter

Jetzt kommt der große Auftritt des Stellwerkswärter. Dort befinden sich im Demoprojekt 21 Eintragungen. Die ersten 7 dienen nur der oben angesprochenen Nachbildung der RM-Kontakte (Stellungsmeldung Fiddle-Yard/Vitrine) und entfallen später, da sich diese RM-Kontakte auf der Anlage befinden. Die nächsten 7 Einträge steuern die Ausfahrt und die restlichen 7 die Einfahrt.

Vitrine_STW

Was passiert hier? Wir teilen WDP durch den Stellwerkswärter mit, welchen Zug es auf die Anlage zu fahren hat. Im Bild ist der Stellwerkswärter für die Zugausfahrt aus der Vitrine1 zum Ausfahrtsgleis zu sehen. Es werden folgende Abfragen gemacht.

Der Taster wird abgefragt, ob ein Benutzer diesen drückt, um die Aus- oder Einfahrt zu gestatten (links bei Magnetartikel).

  • Bei Rückmeldekontakte wird abgefragt ob Vitrine1 bzw. Gleis1 des Fiddle-Yard angedockt ist, der Startkontakt des angedockten Gleises belegt und der Zielkontakt (Ausfahrtsgleis) frei ist.
  • Bei Rückmeldekontakte wird abgefragt ob Vitrine1 bzw. Gleis1 des Fiddle-Yard angedockt ist, der Startkontakt des angedockten Gleises belegt und der Zielkontakt (Ausfahrtsgleis) frei ist.

Wenn diese Bedingungen durch eine ‚und’-Verknüpfung erfüllt sind, wird das zugehörige Lampensymbol eingeschaltet und der eingetragene viruelle RM-Kontakt als belegt gemeldet. Dieser ruft jetzt automatisch die Fahrstraße auf und startet Zug. Durch die unterschiedliche Belegtmeldung der Kontakte kann immer nur eine bestimmte Fahrstraße der möglichen 14 (für 7 Gleise) ausgelöst werden.

 

6. Simulation

Das ganze kann in der Simulation getestet werden. Einfach einige Loks auf den Abstellgleisen platzieren und die Simulation starten. Jetzt docken wir eine Vitrine an. Da wir keine haben, sondern nur in der Simulation arbeiten, klicke einen Schalter (siehe oben - rot umrandetes Feld) und löse so den RM-Kontakt der Vitrine 1-7 bzw. Gleise 1-7 des Fiddle-Yard aus.
Wird der Taster betätigt fährt der Zug raus. Wähle jetzt eine andere leere Vitrine aus und drücke wieder den Taster. Der soeben rausgefahrene Zug, fährt jetzt in das freie Gleis ein. Das Spielchen lässt sich so fortlaufend wiederholen.
In der Praxis würde der Zug nach dem rausfahren natürlich auf die Anlage weiterfahren und nicht zurück in die Vitrine.

 

7. Automatikbetrieb

Im Automatikbetrieb kann der Zug nach dem Ausfahren aus der Vitrine von dieser übernommen werden, indem der Kontakt des Ausfahrgleises in der ZFA eingetragen wird. Es sollte aber noch eine Bedingung (z.Bsp. Richtungspfeil) eingebaut werden, damit ein von der Anlage kommender und zum Einfahrtsgleis der Vitrine gefahrener Zug, nicht sofort wieder auf die Anlage geschickt wird.

 

8. Demoprojekt

Zu diesem Beitrag gehört das Demoprojekt ‚Vitrine’. Es ist als ZIP-File angelegt und muß entpackt werden. Danach mit Hilfe der Datenpflege in WDP einspielen und ausprobieren.

 

Erstellt mit Version ProX.3 am 24.02.2008

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Letztes Update: 22 Januar, 2011