Unsere Anlage - Elektrisches - Drehscheibe
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Auf meiner Anlage kommt die Drehscheibe 9152 von ‘Fleischmann’ zum Einsatz. Diese wird mit einem Handschalter geliefert. Um diese Drehscheibe komfortabeler bedienen und auch über PC betreiben zu können , habe ich einen DCC-Decoder (G.Boll / BMBT) eingebaut. Dieser bietet gegenüber der Originalversion folgende Vorteile:

  1. Jeder Gleisanschluss hat eine eigene Magnetartikeladresse, welche durch Eingabe am Keybord oder durch ein Steuerungsprogramm angesprochen wird. Die Bühne fährt mit der zuletzt eingestellten Drehrichtung ohne Unterbrechung zu diesem Gleisanschluss.
  2. Vorwahl der Drehrichtung durch Magnetartikeladresse.
  3. Wenden der Drehscheibe durch Magnetartikeladresse in beiden Richtungen möglich.
  4. Signale auf der Drehscheibe werden vollautomatisch vom Decoder gesteuert. Bei Stillstand grün und bei Drehung rot. Bei Lichtsignalen erfolgt ein sanftes überblenden.
  5. Ein schaltbarer Ausgang für Beleuchtung vorhanden.
  6. Geschwindigkeit der Bühne in beiden Drehrichtungen getrennt einstellbar.
  7. Geschwindigkeit der Bühne bei Anfahren des vorgewählten Gleisanschlusses in beiden Drehrichtungen getrennt einstellbar.

Der Decoder ist vorprogrammiert. Es können aber alle Adressen frei gewählt werden.
Hier ein Bild der komplett umgebauten Drehscheibe. Äusserlich unterscheidet sie sich vom Original nur durch die angebrachten Gleissperrsignale und die Beleuchtung des Maschinenhauses.

Drehscheibe in Anlage eingepasst
Bühne mit Decoder

Der Umbau der Drehscheibe hat einige Stunden in Anspruch genommen. Aber es hat sich gelohnt. Im folgenden zeige ich hier einige Fotos mit Erläuterungen dazu. Eine Umbauanleitung findest Du auf www.digital-bahn.de/bau_ds/drehsb.htm.
Hier siehst Du den abgebauten Drehtisch von der Unterseite. Ich habe mir dazu extra ein Holzgestell gebaut, damit an dem Teil ordentlich gearbeitet werden kann, ohne das es kippelt oder irgendwelche Teile abbrechen können. Bei Spur-N Drehscheiben ist es nötig den Decoder zu teilen, da er in der Länge sonst nicht reinpasst. Es ist aber auf der Platine eine entsprechende Trennstelle vorgesehen. Der Kondensator der Spannungsversorgung musste ebenfalls etwas versetzt werden, damit alles unter die Bühne passt. Links befindet sich der Motor mit optischen Sensor. In der Mitte sind die Schleifkontakte. Rechts der geteilte Decoder.

Bühne mit Decoder

Hier ist der gesamte Decoder verpackt und mit einigen Tropfen Heisskleber fixiert. Die Lichtsignale und die LED-Beleuchtung des Maschinenhauses sind montiert und am Decoder angeschlossen. Ganz links am Motor sieht man die Positionierungsscheibe für den optischen Sensor.

 

Und hier ein kleines Video der Drehscheibe. Die gesamte Drehung wird durch einen einzigen Tastendruck am Keybord ausgelöst. Hier kann man sehr gut das überblenden der Signale sehen und die verschiedenen Geschwindigkeiten der Bühne. Zum einen schnell, bei der Drehung und zum anderen langsam, beim Anfahren der Endposition.

Im folgenden Anschlußplan ist die komplette Verdrahtung der Drehscheibe zu sehen.

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Wie die Drehscheibe elektrisch angeschlossen wird, hängt von den Ansprüchen ab. Ich habe die Mittelachse der Bühne als  Schleifkontakt umgebaut. Somit ist es mir möglich, 2 Rückmeldekontakte (4 Schleifringe) auf der Bühne zu nutzen. Das hat bei der PC-Steuerung den Vorteil, die Lok genauer positionieren zu können. Das Bühnengleis muß dazu in der Mitte beidseitig getrennt und die beiden Kontaktlaschen entfernt werden. Die 4 Leitungen wurden über ein bistabiles Relais geführt, welches eine Umpolung der Gleisspannung bei der Drehung über 180° vornimmt. Das bistabile Relais (12V=), wird von einem Loconet-Schaltmodul angesteuert, das durch die Rückmeldung der Reedkontakte angesteuert wird. Um die Reedkontakte schalten zu lassen, muß an einer Stirnseite der Bühne ein Magnet montiert werden. Dieser Magnet übernimmt auch gleichzeitig das Schalten der Reedkontakte für die Rückmeldung der Bühnenstellung (siehe weiter unten).

Der Decoder und der Motor werden über 2 Schleifringe mit digitaler Spannung versorgt. Eine Einspeisung mit 16V~ Wechselspannung vom Trafo wäre zwar besser gewesen, aber der Decoder muß ja auch seine digitalen Befehle bekommen. Dazu wären jedoch mindestens 3 freie Schleifringe nötig. Die Digitalspannung vom Gleisanschluss zu nehmen, schied aber  aus, weil sich die Polarität durch die Drehung der Bühne ändert und weil der Ruhestrom des Decoders den Rückmeldekontakt ständig als besetzt anzeigt.

Um die Drehscheibe auch komfortabel mit dem Steuerungsprogramm verwenden zu können, habe ich noch an allen 48 Gleisabgängen Reedkontakte angebracht, welche über Rückmeldedecoder die Position der Bühne anzeigen. Gleichzeitig werden diese zur Umpolung der Gleisspannung auf der Bühne genutzt. Es sind in meinen Fall nicht alle 48 Kontakte notwendig gewesen, aber ein eine Änderung im eingebauten Zustand ist sehr kompliziert.

48 Reedkontakte zur Rückmeldung
Reedkontakte mit Heißkleber fixiert
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Letztes Update: 22 Januar, 2011